19.00 Uhr
Cafe Gegendruck, Fischergasse 2
Film “Solidarität verbindet - 100 Jahre Rote Hilfe“ (Dokumentarfilm | DE 2024 | 109 min)
Ein Filmabend der Roten Hilfe HD/MA, der Antifaschistischen Initiative HD und der Seebrücke HD
Zum 100-jährigen Bestehen der Roten Hilfe ist der Film „Solidarität verbindet — 100 Jahre Rote Hilfe“ erschienen, der sich der Geschichte und Gegenwart der Solidaritätsarbeit widmet. Beginnend bei der Roten Hilfe Deutschlands in der Weimarer Republik und in der Illegalität während des NS-Faschismus, schlägt der Film einen Bogen über die Neugründung von Rote-Hilfe-Strukturen in den frühen 1970er-Jahren bis zur heutigen Roten Hilfe e. V. Beispielhafte Repressionsfälle zeigen Aktionsfelder aus diesen Phasen auf und nähern sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven: In Interviews kommen linke Aktivist*innen aus unterschiedlichen Bewegungen zu Wort, die angeklagt oder inhaftiert wurden und solidarische Unterstützung erfuhren, ebenso wie Rote-Hilfe-Mitglieder, die die Prozesse begleiteten und Kampagnen organisierten. Dabei wird deutlich, dass Unterstützungspraxis, Themen und politische Schwerpunkte einige Kontinuitäten, aber auch Änderungen und Brüche erfahren haben. Als roter Faden zieht sich die praktische und organisierte Solidarität durch alle Jahrzehnte.
Filminfos und Trailer unter https://rote-hilfe.de/kampagnen/100-jahre/film-solidaritaet-verbindet-100-jahre-rote-hilfe
16.00 Uhr Oberbadgasse 6, 69117 Heidelberg
Ab Juni ersetzt die Grundsicherung das Bürgergeld. Die Anforderungen an Erwerbslose werden spürbar härter. Schärfere Sanktionen bedrohen bedürftige Menschen, im schlimmsten Fall sogar mit Wohnungslosigkeit. Die soziale Absicherung wird in einem der reichsten Länder der Welt auf ein Minimum zurückgefahren und vor allem als Kostenproblem abgestempelt.
Warum all das nicht nur Erwerbslose und angebliche „Totalverweiger*innen“ was angeht, und wieso wir uns zusammen dagegen wehren sollten, wollen wir gerne mit euch zusammen diskutieren.
Als junge, selbstorganisierte und solidarische Erwerbslosen-Organisation in Heidelberg laden wir euch herzlich zu einem gemeinsamen Filmabend mit anschließender Diskussion ein. Kommt am Samstag, 18.April ab 17 Uhr ins Murx und schaut mit uns den berührenden Spielfilm „Ich, Daniel Blake“ von Ken Loach und kommt mit uns in Austausch über Sozialabbau und nötigen Widerstand dagegen.
Eure ELO Heidelberg
Was: Film + Diskussion, „Ich, Daniel Blake“
Wann: 18.April 2026, ab 16:00 Uhr
Wo: Murx, Oberbadgasse 6, 69117 Heidelberg
ÖPNV: Bergbahn/Rathaus, Heidelberg und Alte Brücke, Heidelberg
Barrierefreiheit: Für Menschen in Rollstühlen weitgehend barrierearm
19.30 Uhr
Welthaus Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 25
Auch die EU setzt, wie die USA, zunehmend eigenmächtige Zwangsmaßnahmen zur Durch- setzung ihrer Interessen ein, mittlerweile gegen Regierungen, Unternehmen, Einrichtun- gen und Personen von 28 Ländern. Insgesamt wurden im Zuge dessen über 2.700 Einzelpersonen auf Sperrlisten gesetzt, überwiegend aus Russland, aber auch aus Moldawien, Nicaragua, Iran, Jemen, Simbabwe, Somalia …. Ihnen werden Konten gesperrt, Vermögen entzogen und die Einreise in EU-Länder verwehrt. Jeder Einrichtung oder Person in der EU werden Geschäfte mit ihnen, sowie Dienstleistun- gen und Hilfen für sie untersagt.
Diese „Sanktionen“ gegen Personen und Organisationen werden vom Rat der EU eigenmächtig, ohne Gerichtsverfahren, ohne Anhörung und Verteidigungsmöglichkeiten der Betroffenen verhängt, oft allein wegen unterstellter Nähe zur gegnerischen Regierung.
Für Aufsehen sorgt nun, dass die EU auch eine größere Zahl von Journalisten und Publizisten aus der EU und der Schweiz auf die schwarze Liste setzte, die sich kritisch zu Politik und Narrativen der EU positionierten.
Soweit sie in EU-Staaten wohnhaft sind, wie der Berliner Journalist Hüseyin Dogru und der in Brüssel lebende Schweizer Militärexperte Jacques Baud, wurden sie nicht nur auf einen Schlag mittellos, sie sind nun auch jeder Möglichkeit beraubt, Geld zu verdienen. Jeder, der sie unterstützt, macht sich strafbar. Sie und ihre Familien sind in ihrer Existenz bedroht. Der Wiener Wirtschaftshistoriker Hannes Hofbauer hat in seinem Buch „Aller Rechte beraubt – Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat“ die politischen, juristischen und historischen Dimensionen dieser Entwicklung analysiert und wird in der Veranstaltung einen Einblick in Art, Umfang, Hintergrund der Sanktionspraxis der EU geben. Inwieweit werden dabei Prinzipien der Rechtstaatlichkeit und Gewaltenteilung aufgehoben, verschieben sich die Machtverhältnisse zwischen Regierungen, Parlamenten und Justiz?
Welche Ziele werden damit verfolgt? Sollen Kritiker mundtot gemacht werden? Wie können Betroffene sich wehren und wie können sie unterstützt werden? Diese und andere Fragen wollen wir im Anschluss an die Buchvorstellung diskutieren.
Hannes Hofbauer ist Publizist, Wirtschafts- und Sozialhistoriker und hat zahlreiche Bücher und Analysen zu internationaler Politik, Ökonomie und Medien verfasst.
19.00 Uhr Ewwe longt's, Kobellstr. 20, Mannheim
Sprechstunde der Roten Hilfe HD/MA: Rechtshilfeberatung für von Repression Betroffene
Böse Post von Polizei und Staatsanwaltschaft nach einer Demo? Fragen, wie es nach der Festnahme bei der Blockade weitergeht? Linke Aktivist*innen, die wegen einer politischen Aktion Repression abbekommen und Tipps zum Umgang damit benötigen, können ab 19 Uhr im Ewwe longt's in Mannheim Aktive der Roten Hilfe HD/MA treffen und mit ihnen das weitere Vorgehen besprechen.