Sonntag, 04.10.

  • 15.00 Uhr Altes Volksbad Mannheim

    Butoh Labor - Der organlose Körper

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    Butoh Labor - Der organlose Körper

    Zeit: Sonntag, 04.10.2026, 15-18 Uhr

    Ort: Altes Volksbad, Mittelstr. 42, 68169 Mannheim

    Im Butoh gibt es, sowohl als Performancepraxis, als auch im Training, einige Herangehensweisen und Methoden, die sich in allen Ausprägungen dieser Kunstform wiederfinden. Eine fundamentale Vorstellung ist die, des organlosen Körpers. Um das zu erreichen, entleeren wir unseren Körper. Deleuze und Guattari haben das Destratifikation genannt. Das ermöglicht uns als Künstlerinnen* unsere Körper und dessen Organe jenseits der Funktionen zu verwenden, die ihnen laut Konventionen zugedacht sind. Wir können beispielsweise mit unseren Ohren schmecken, einen Bienenschwarm in uns einladen, unsere Nerven ins Internet wachsen lassen oder noch viele andere denkbare und undenkbare Dinge veranstalten. Ich habe einige Notationen und Handlungen zusammengestellt und erdacht, mit denen wir unser Butoh erforschen können. Einige Anweisungen von Tatsumi Hijikata habe ich für unser Spiel mit Butoh-Fu rezipiert. Der Trainingsort hat einen Betonboden, auf dem teilweise ein Perserteppich liegt.

    Der organlose Körper - Artauds Ideen verkörpern

    Antonin Artaud wollte das Theater für das Publikum körperlich erfahrbar machen. Diese Sehnsucht nach Verkörperung trieb ihn weg vom traditionellen Sprechtheater. Es schien Artaud dafür zielführend, die Grenzen zwischen Handelnden und Zuschauern aufzuweichen, damit aus den Zuschauern Erlebende würden. Dazu ersann er die Idee des "organlosen Körpers" und nannte die angedachte Theaterform "Theater der Grausamkeiten". Ihm ging es dabei nicht um ausübende und erfahrende Gewalt, wie man annehmen könnte, sondern um unmittelbare körperliche Erfahrbarkeit an sich. Soweit ich weiß, hatte er Zeit seines Lebens keine praktische Umsetzung des "Körpers ohne Organe" gefunden. Gilles Deleuze und Felix Guattari nahmen diese Gedanken auf und entwarfen das Konzept der "Destratifikation" (Verflüssigung sozialer Körperschichten). Sie ermahnten zu einer gewissen Vorsicht dabei, den sozial geformten Körper nicht in einem Gewaltakt seiner konventionellen Prägungen zu entledigen, sondern die Handlungsfähigkeit zu bewahren, sonst würde man Gefahr laufen, in einer klinischen Notlage von Psychose, Stupor oder Tod zu enden. Butoh-Künstlerinnen üben solches zu tun: Den Körper zu entleeren, etwas anderes in den Körper einzuladen, sich von etwas anderem bewegen zu lassen und gleichzeitig das Gewahrsein zu halten; also handlungsfähig zu bleiben und nicht in Trance oder Dissoziation zu versinken. Tatsumi Hijikate (der Mitbegründer des Butoh) beschäftigte sich mit Antonin Artauds Ideen, nachdem 1965 dessen Texte über Theatertheorie ins Japanische übersetzt wurden. Zeitgleich mit der kulturphilosophischen Rezipation von Artaud durch Deleuze und Guattari, entwickelte Hijikata eine künstlerische Praxis zur Ent-Hierarchisierung des Körpers. Erstaunlich ist, dass sowohl Hijikata, als auch die beiden französischen Denker, alle gespeist aus der Quelle der Überlegungen Artauds, zu ähnlichen Erkenntnissen kamen. Erst ab Anfang der 1980er Jahre gab es mittels Uno Kuniichi, der seine Dissertation über Artaud unter Betreuung von Gilles Deleuze schrieb, eine Verbindung zwischen Deleuzes Philosophie und Tatsumi Hijikata. Hijikata plante bis zu seinem Tod 1986 mit Kuniichi ein gemeinsames Projekt unter dem Titel „Experiment with Artaud".

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Dienstag, 06.10.

  • 16.30 Uhr Online, Link auf Anfrage

    Plenum des Referat für Gendergerechtigkeit (IT's-FuN Referat)

    Das Referat für Gendergerechtigkeit (Noch offiziell IT's-FuN Referat), ein autonomes Referat der Verfassten Studierendenschaft, welches sich für Betroffene geschlechtsspezifischer Diskriminierung einsetzt, wird dieses Semester immer Dienstags um 16:30 ein Plenum für Betroffene haben, in welchem die Entscheidungen des Referats getroffen werden. Wer mehr über unsere Arbeit herausfinden möchte, kann das unter https://www.stura.uni-heidelberg.de/vs-strukturen/referate/its-fun/ tun oder vorbeikommen und uns kennenlernen. Den Link zum Teilnehmen bekommt ihr auf Anfrage an itsfun@stura.uni-heidelberg.de .

Donnerstag, 08.10.

  • 19.00 Uhr Theodor-Körner-Str. 7

    linksjugend['solid] Plenum

    Offenes Plenum der Basisgruppe Heidelberg der linksjugend ['solid]. Hier tauschen wir uns über aktuelle politische Themen aus, planen Aktionen und vernetzen uns in entspannter Atmosphäre. Alle Interessierten sind willkommen und können ohne Ankündigung vorbeikommen! Bei Fragen gerne per Mail heidelberg@linksjugend-solid-bw.de oder per Instagram linksjugend_solidhd melden.

Dienstag, 13.10.

  • 16.30 Uhr Online, Link auf Anfrage

    Plenum des Referat für Gendergerechtigkeit (IT's-FuN Referat)

    Das Referat für Gendergerechtigkeit (Noch offiziell IT's-FuN Referat), ein autonomes Referat der Verfassten Studierendenschaft, welches sich für Betroffene geschlechtsspezifischer Diskriminierung einsetzt, wird dieses Semester immer Dienstags um 16:30 ein Plenum für Betroffene haben, in welchem die Entscheidungen des Referats getroffen werden. Wer mehr über unsere Arbeit herausfinden möchte, kann das unter https://www.stura.uni-heidelberg.de/vs-strukturen/referate/its-fun/ tun oder vorbeikommen und uns kennenlernen. Den Link zum Teilnehmen bekommt ihr auf Anfrage an itsfun@stura.uni-heidelberg.de .

Donnerstag, 15.10.

  • 19.00 Uhr Theodor-Körner-Str. 7

    linksjugend['solid] Plenum

    Offenes Plenum der Basisgruppe Heidelberg der linksjugend ['solid]. Hier tauschen wir uns über aktuelle politische Themen aus, planen Aktionen und vernetzen uns in entspannter Atmosphäre. Alle Interessierten sind willkommen und können ohne Ankündigung vorbeikommen! Bei Fragen gerne per Mail heidelberg@linksjugend-solid-bw.de oder per Instagram linksjugend_solidhd melden.

Freitag, 16.10.

  • 18.00 Uhr Queer Space(Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg)

    Queerer Polyamorie Stammtisch - moderiertes Gruppengespräch

    Der queere Polyamorie-Stammtisch, ist ein offenes Treffen zum Austausch über nicht-heteronormativer Polyamorie und Beziehungsvielfalt, sowie zur Vernetzung von Poly-Menschen.

    Wir treffen uns jeden 3. Freitag im Monat und haben alle zwei Monate einen moderierten Gesprächskreis. Im Anschluss lassen wir den Abend gemeinsam in unmoderierten Gesprächen ausklingen (mit offenem Ende).

    Falls ihr noch Fragen zum Event habt, könnt ihr diese per E-mail an polystammtischhd@gmail.com senden.

    (Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.)

Dienstag, 20.10.

  • 16.30 Uhr Online, Link auf Anfrage

    Plenum des Referat für Gendergerechtigkeit (IT's-FuN Referat)

    Das Referat für Gendergerechtigkeit (Noch offiziell IT's-FuN Referat), ein autonomes Referat der Verfassten Studierendenschaft, welches sich für Betroffene geschlechtsspezifischer Diskriminierung einsetzt, wird dieses Semester immer Dienstags um 16:30 ein Plenum für Betroffene haben, in welchem die Entscheidungen des Referats getroffen werden. Wer mehr über unsere Arbeit herausfinden möchte, kann das unter https://www.stura.uni-heidelberg.de/vs-strukturen/referate/its-fun/ tun oder vorbeikommen und uns kennenlernen. Den Link zum Teilnehmen bekommt ihr auf Anfrage an itsfun@stura.uni-heidelberg.de .

Mittwoch, 21.10.

  • 17.00 Uhr URRmeL, INF 706

    LiLaLu - FLINTA* Fahrradreparatur-Werkstatt

    LiLaLu - FLINTA* Fahrradreparatur-Werkstatt, organisiert von ifko - Intersektional Feministisches Kollektiv

    Eine Veranstaltung im Rahmen von Organize! Antifaschistisch ins Wintersemester

Sonntag, 25.10.

  • 12.00 Uhr [M]ZEP, Zeppelinstraße 1

    Queerfeministischer Community-Space für FLINTA* und Queers

    Queerfeministischer Community-Space für FLINTA* und Queers, organisiert von Queerfeministischer Kampftag

    Eine Veranstaltung im Rahmen von Organize! Antifaschistisch ins Wintersemester