Samstag, 29.08.2026 16.00 Uhr
Queer Space, Am KArlstor 1, Heidelberg
Beim kommenden Community Space gibt es einen Workshop von Simeon (@s.meon) zu Männlichkeit und Nichtbinarität. "Was bedeutet Männlichkeit(en) in queeren Kontexten, und was bedeutet es, wenn Zweigeschlechtlichkeit selbst in Frage gestellt wird? In meiner Arbeit interessieren mich Kategorisierungs- und Grenzziehungspraxen innerhalb queerer Communities. In meinem Input möchte ich Einblicke geben, wie die Zweiheit historisch hergestellt wurde (und wo sie scheiterte) und wie sich eine gewisse Art von Homosexualität – insbesondere männliche Homosexualität – angepasst hat. Diese Anpassung wirft die Frage auf, wie sich verschiedene Männlichkeit(en) zueinander verhalten: Welche Art von Homosexualität wird akzeptiert und normalisiert, und welche nicht? Hier setze ich mit nichtbinären Perspektiven an: Sie zeigen, wie stark Akzeptanz an Zweigeschlechtlichkeit hängt, und wie diese Verknüpfung intersektional hergestellt und hinterfragt wird, etwa entlang von race oder Dis/Ability. Ich bringe Interviewausschnitte und Fallvignetten mit, an denen wir gemeinsam diskutieren können: Welchen Platz hat Männlichkeit in nichtbinären Selbstverständnissen, und welche Reibungen entstehen daraus in (queer-)feministischen Räumen?"
Der Workshop wird auf deutsch stattfinden. Anschließend gibt es vegane Küfa. Kommt vorbei und bringt gerne eure Freund*innen mit! Es wird ein Awarenessteam geben.
Zu unserem Community-Space laden wir alle Menschen ein, die sich als FLINTA* oder queer identifizieren. FLINTA* heißt: Lesbische, Intergeschlechtliche, Nicht-binäre, Trans und Agender Personen und Frauen. Mit “FLINTA* und Queers” meinen wir queere Männer (cis und trans) explizit mit. Wieso tun wir das? Unser Ziel mit den Community-Spaces ist es, feministische Räume zu schaffen. Wir wollen dafür alle Menschen einschließen, die im Patriarchat Unterdrückung erfahren. Diese Unterdrückung kann dabei nicht nur von (cis) Männern ausgeübt oder reproduziert werden. Ein feministischer Umgang miteinander ist uns wichtiger, als eine bestimmte Geschlechtszugehörigkeit. Wir hinterfragen und kontrollieren keine Form von Geschlechts-Präsentation.
Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.